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Samstag, 9. Mai 2015

TPW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Thomas Mattheis, Wirtschaftsprüfer Ina Peters, Wirtschaftsprüferin // etwas länglich....müsst ihr nicht alles lesen...aus Bundesanzeiger

C. Nachtragsbericht
Anfang April 2012 hat der Hauptgesellschafter eine Kapitalerhöhung von TEUR 140,0 durch Einzahlung von Barkapital vorgenommen.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012/2013 begonnen, einen Teil der Kupfervorräte durch Rohwarenpreisbegrenzungsgeschäfte abzusichern.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu vermelden. Größere Rechtsverfahren sind nicht anhängig.
D. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken
I. Prognosebericht
Die Prognosen für den Tiefbau sind nach der leicht negativen Entwicklung in 2012 positiver für 2013, so dass mit Umsatzzuwächsen gerechnet wird. Entsprechend erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012/2013 sowie für 2013/2014 einen verhaltenen Umsatzanstieg für die Gesellschaft.
Die Gesellschaft wird unverändert abhängig sein von der Entwicklung der Baukonjunktur im In- und Ausland, vor allem von Tunnelbauvorhaben. Aufgrund der Tatsache, dass sich die weltweite Finanzlage teilweise beruhigt hat, ist zunehmende Aktivität im Tunnelbau festzustellen. Negativ wirkt sich allerdings hier die hohe Verschuldung der einzelnen Staaten aus.
Wir planen kontinuierliche Auftragseingänge und auch aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im Geschäftsjahr 2012/2013 und 2013/2014 leicht steigende Umsätze in den Bereichen Tunnelbau und Bahnstrecken. Tendenziell wird mit steigenden Rohstoffpreisen, hier insbesondere beim Kupfer, gerechnet. Da diese als Tagespreise weiterberechnet werden können, kommt es darauf an ein Gleichgewicht zu halten zwischen prompter Lieferfähigkeit und Lagerhaltung. Bei plötzlich fallenden Rohstoffpreisen dürften Verluste unvermeidbar sein, so dass die Prognosen diesbezüglich mit Unsicherheit behaftet sind. Voraussetzung zur Erwirtschaftung der erwarteten Ergebnisse ist, dass sich die Auftragssituation nicht unerwartet verschlechtert oder andere wesentliche negative Entwicklungen bspw. der Rohstoffpreise eintreten. Für einen Teil des Kupferlagers werden zukünftig Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Wir gehen davon aus, dass Kostensteigerungen im Personal- und Sachbereich begrenzt werden können und dass in den folgenden zwei Geschäftsjahren weiter Jahresüberschüsse entsprechend dem des Jahres 2011/2012 erzielbar sind. Diese sollen zur Festigung der Gesellschaftsposition am Markt nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet, sondern thesauriert werden.
Es ist geplant, die aktuell angespannte Liquidität der Gesellschaft schrittweise zu verbessern durch Verminderung der Warenbestände und Forderungen sowie Kosteneinsparungen bis Ende 2013. Außerdem soll eine Umfinanzierung erfolgen. Für den Fall, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft nicht umgesetzt werden können und eine Verlängerung der in 2013 fälligen Darlehen nicht geordnet werden kann, ist der Fortbestand der Gesellschaft ohne andere stützende Maßnahmen gefährdet.
II. Chancen- und Risikobericht
Chancen ergeben sich vor allem aus der Möglichkeit, den Kunden der Gesellschaft durch intensive Beratung und Planungsleistungen Vorteile zu erbringen. Daneben richtet sich die Akquisition verstärkt auf industrielle Kundschaft im Ausland.
Aus der im Geschäftsjahr 2011/2012 vorgenommenen Umfinanzierung ergibt sich die Chance, das Finanzergebnis der Gesellschaft unabhängig von Marktzinsschwankungen zukünftig zu verbessern. Die Gesellschaft ist angewiesen auf eine ausreichende Ausstattung mit langfristigen Finanzmitteln.
Im Falle steigender Kupfermarktpreise bestehen für die zum Bilanzstichtag vorhandenen Kupferprodukte zusätzliche Gewinnchancen. Gegen das Risiko von Verlusten aus Kupferpreisschwankungen sichern wir uns seit 2012 partiell durch Kupferpreissicherungsgeschäfte ab. Daneben ist die Entwicklung des Unternehmens unverändert abhängig vom rechtzeitigen Erkennen von Preistrends beim Kupfer und der Möglichkeit, Preissteigerungen in angemessener Höhe auf die Verkaufspreise abzuwälzen. Bei nachhaltig fallenden Kupferpreisen trägt die Gesellschaft das Risiko, dass die Einkaufspreise des Vorratsvermögens am Markt im Rahmen von Verkäufen nicht erzielt werden und die kurzfristige Beschaffung von Waren zu niedrigeren Einstandspreisen nicht realisiert werden können. Um diesbezüglich bestehende Chancen zu realisieren, verzichtet die Gesellschaft auch weiterhin auf die Absicherung eines Teils ihrer Kupferbestellungen.
Risiken der künftigen Entwicklung liegen insbesondere in einer konjunkturell negativen Entwicklung in der Baubranche und in der Konkurrenzsituation zu Mitbewerbern. Auf Grundlage der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen wir, unter Berücksichtigung der erwarteten Entwicklung der Branche von einer stabilen Entwicklung der Ertragslage aus.
Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Warenlager, dessen Abbau unabdingbare Voraussetzung für die Verbesserung der finanziellen Lage der Gesellschaft ist. Es besteht das Risiko, dass trotz der auskömmlichen Auftragslage der geplante Lagerabbau nur partiell umgesetzt werden kann.
Die Gesellschaft verfügt über langjährige Kundenbeziehungen und ist bemüht, das in der Baubranche gegebene Insolvenzrisiko und das damit verbundene Ausfallrisiko der Forderungen möglichst zu vermeiden. In der Vergangenheit konnten die Verluste aufgrund von Forderungsausfällen vergleichsweise gering gehalten werden. Ein Teil der Forderungen wird abgesichert. Es besteht gleichwohl das Risiko, dass Kunden ihre Verpflichtungen gegen die Gesellschaft nur verzögert und nicht vollumfänglich erfüllen und dass die Liquidität der Gesellschaft dadurch zusätzlich belastet wird.
Grundsätzlich obliegt der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken allen Mitarbeitern, wobei die Verantwortung für das Risikomanagement bei der Geschäftsleitung liegt. Auf Ebene der Geschäftsleitung werden potenzielle Risiken und risikobehaftete Entwicklungen analysiert und zielgerichtet Schritte zu ihrer Begrenzung und Bewältigung eingeleitet.
Die Fortführung der Gesellschaft wird sichergestellt, wenn die zur Sicherung der Liquidität geplanten Maßnahmen umgesetzt werden und die in 2013 fälligen Darlehensverbindlichkeiten neu geordnet oder ggf. andere Maßnahmen getroffen werden, um die Liquidität der Gesellschaft zu sichern.
Wir sind zuversichtlich, die wirtschaftlichen Entwicklungen auch zukünftig positiv nutzen und die geplanten Maßnahmen zur Sicherung des Fortbestands der Gesellschaft erfolgreich umsetzen zu können.

Ober-Ramstadt, den 30. November 2012
gez. Dipl.-Ing. Kurt Penell, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Penell Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Elektrogroßhandel, Partner des Handwerks und der Industrie, Planung, Beratung und Verkauf, Ober‑Ramstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Lagebericht (Anlage IV, Abschnitt B und D) hin. Die Geschäftsführung ist bei der Aufstellung des Abschlusses von der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Going Concern) ausgegangen. Diese Annahme ist nur aufrechtzuerhalten, wenn die zur Sicherstellung der Liquidität von der Geschäftsführung vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt und die in 2013 fälligen Darlehen neugeordnet werden oder andere Maßnahmen getroffen werden, um die Liquidität zu sichern.

Hamburg, den 20. Dezember 2012
TPW GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Thomas Mattheis, Wirtschaftsprüfer
Ina Peters, Wirtschaftsprüferin
Angaben zur Feststellung
Der Jahresabschluss zum 31. März 2012 wurde am 10. Januar 2013 festgestellt.

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